Imposantes Herz der Pressemetropole – Wie sehr die gedruckte Zeitung das Stadtbild nach 1900 prägt, ist kaum mehr vorstellbar. Hunderte verschiedene Zeitungen und Zeitschriften sind an Kiosken erhältlich und werden in Cafés, auf Parkbänken und in den öffentlichen Verkehrsmitteln gelesen. Allein 130 Druckerzeugnisse bringt der jüdische Verleger Rudolf Mosse (1843–1920) heraus. Er ist auch der Herausgeber des legendären, linksliberalen Berliner Tageblatts, der ersten Zeitung Berlins. Mosse gilt zusammen mit Ullstein und Scherl als Gründer des Berliner Zeitungsviertels, von dem nur noch dieses eine Verlagshaus steht. Beim Spartakusaufstand (1919) und im 2. Weltkrieg kommt das Haus zu Schaden. 1923 modernisiert der Großstadtarchitekt Erich Mendelsohn das Gebäude und ergänzt es um drei Etagen. Die elegante Straßenfront aus Eisen und Keramik symbolisiert die Dynamik der modernen Zeit. Zu DDR-Zeiten wird das Gebäude nur schlicht wiederaufgebaut und beherbergt das Druckkombinat Berlin. Nach dem Fall der Berliner Mauer werden Teile der historischen Fassade rekonstruiert. Seit 2000 befinden sich im Mosse-Zentrum Büros. Mehr Wissenswertes rund um das Thema Berliner Industriekultur: industriekultur.berlin/erleben/fahrradrouten/innovation-und-eleganz
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