• Datum: Freitag, 4. September 2026 14:32 - Sonntag, 28. Februar 2027 14:32
  • Adresse: Młyńska 37-39, 75-420 Koszalin
  • Seite: https://fb.me/e/4CQC5Omic
  • Rufnummer: 94 343 20 11

Veranstaltungen

  • Ticketpreis(e): 0
  • Organisator (Name der Einrichtung oder Nachname): Muzeum w Koszalinie
Ludmiła Popiel und Jerzy Fedorowicz zählen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des künstlerischen Lebens in Koszalin nach dem Krieg. Als Mitgestalter der lokalen Kunstszene spielten sie eine entscheidende Rolle bei der Prägung der kulturellen Identität der Stadt, indem sie zahlreiche künstlerische Projekte, Ausstellungen und Gestaltungsvorhaben realisierten, die sich dauerhaft in das Stadtbild eingeprägt haben. Die Bedeutung ihres Wirkens reicht jedoch weit über die regionale Ebene hinaus. Gerade Ludmiła Popiel und Jerzy Fedorowicz waren gemeinsam mit Marian Bogusz die Initiatoren und Organisatoren der legendären Pleinairs in Osiec. Dank ihres Engagements entstand eine der wichtigsten Plattformen für den künstlerischen Gedankenaustausch in Polen der 1960er und 1970er Jahre. Indem sie ein ambitioniertes Programm zusammenstellten und führende Vertreter der Nachkriegsavantgarde und Neoavantgarde einluden, trugen sie zur Entstehung des Phänomens der Pleinairs und Kunstsymposien bei, die die Landschaft der polnischen zeitgenössischen Kultur nachhaltig verändert haben. Parallel dazu engagierten sie sich intensiv für die Stadt Koszalin selbst. Sie bauten die Strukturen des lokalen Zweigs des Verbandes Polnischer Bildender Künstler auf, entwarfen Ausstellungen für das Museum in Koszalin, gestalteten die Innenräume öffentlicher Einrichtungen und entwickelten das grafische Erscheinungsbild kultureller Veranstaltungen. Die geplante Ausstellung wird die erste so umfangreiche und umfassende Präsentation des Werks von Ludmiła Popiel und Jerzy Fedorowicz sein. Gezeigt werden Werke aus den Beständen des Museums in Koszalin, aus nationalen und regionalen Museen sowie aus Privatsammlungen. Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung werden zudem Archivmaterialien sein, die ihre künstlerische, gestalterische und organisatorische Tätigkeit dokumentieren. Obwohl die Ausstellung retrospektiv angelegt ist, besteht ihr Ziel nicht lediglich darin, das künstlerische Schaffen der beiden Künstler historisch zusammenzufassen. Die Werke von Popiel und Fedorowicz behandelten Themen, die auch heute noch überraschend aktuell sind. Die Ausstellung ist nicht nur eine Form des Gedenkens an die Pioniere der Koszalin-Kunstszene, sondern auch ein Versuch, ihr Werk im Kontext der zeitgenössischen Forschung zur Kunst des 20. Jahrhunderts neu zu interpretieren. Kuratorenteam: Alicja Nowak-Zientarska, Agnieszka Popiel, Tomasz Popiel, Łukasz Rozmarynowski. Vernissage: 4. September (Freitag), 17:00 Uhr. Die Ausstellung wird aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe kofinanziert.
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