Das Organistenhaus ist ein Gebäude, das Mitte des 19. Jahrhunderts in Fachwerkbauweise errichtet wurde. Ursprünglich war das Gebäude als Wohnung für den Organisten und möglicherweise als kirchliche Schule vorgesehen.

Im Jahr 1859 wurde die Kirche renoviert, und vermutlich wurde damals auch das Organistenhaus errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste das Gebäude aufgrund der entstandenen Schäden verkürzt werden. In den Jahren 1985–1987 fand eine Generalrenovierung mit dem Wiederaufbau des Organistenhauses statt; damals wurde beschlossen, dass das Gebäude die Stadtbibliothek beherbergen sollte. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde das Gebäude bis auf die Fundamente abgerissen und mit modernen Materialien wiedererrichtet. Der Wiederaufbau erfolgte auf dem Grundriss des ursprünglichen Gebäudes unter Beibehaltung der historischen Raumaufteilung. Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss und eine nach Westen ausgerichtete Fassade. Es zeichnet sich durch einen kompakten, proportional ausgewogenen Baukörper aus. Es handelt sich um ein einstöckiges, teilweise unterkellertes Gebäude mit einem nutzbaren Dachgeschoss, das als Ausstellungsräume der Bibliothek dient. Das Gebäude wird von einem Satteldach überdacht. Die Wände bestehen aus verputztem Ziegelmauerwerk. Die Westwand und der Südgiebel sind in Fachwerkbauweise ausgeführt. Die Wände des Gebäudes sind mit Medaillons verziert, die Jan Kochanowski, Adam Mickiewicz und Stefan Żeromski darstellen.

Das Innere des Gebäudes weist keine historischen Elemente auf. 

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