Das Haus wurde 1872 für W. Schneider erbaut. Zwei Jahre später wurde ein Wirtschaftsgebäude angebaut, in dem sich eine Waschküche befand. Im Jahr 1892 wurde das Grundstück samt Bebauung an einen Schlosser namens Kruger verkauft. Dieser wohnte dort jedoch nicht lange, denn drei Jahre später wurde Wilhelm Zernotizky, ein Händler aus der Brauereiindustrie, zum neuen Eigentümer. Auf dessen Auftrag hin erstellte der Architekt Friedrich Mentz im Jahr 1895 einen Umbauentwurf, bei dem das Gebäude um ein Stockwerk aufgestockt wurde. Zur Verschönerung des gesamten Bauwerks fügte er drei große Ziergiebel hinzu. Dadurch erinnert das Gebäude heute an andere märchenhafte Bauwerke der Umgebung, die von der malerischen Architektur des 16. und 17. Jahrhunderts inspiriert sind. Bei einem Spaziergang entlang der Wojska-Polskiego-Allee stößt man auf viele solcher alten Häuser. Bemerkenswert an dem Gebäude sind die symmetrisch angeordneten Fenster, die auf jeder Etage unterschiedlich gestaltet sind. Im Erdgeschoss sind sie groß, rechteckig und mit Holz eingefasst. Im ersten Stock hingegen sind sie halbrund und mit Ziegeln eingefasst, die einen Bogen bilden. Die Fenster im Dachgeschoss sind in ihrer Form identisch mit denen im ersten Stock, jedoch mit Holz eingefasst. Dieses Gebäude ist einen Blick wert, wenn man durch den Komplex der ehemaligen Pflegeeinrichtung „Betania“ in der Wawrzyniaka-Straße 7 spaziert.
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