Die ersten Erwähnungen des Dorfes Krasne, damals ein Rittergut, stammen aus dem 13. Jahrhundert. Es gehörte damals dem Rittergeschlecht der von Liebenthals, in dessen Besitz es bis ins 17. Jahrhundert blieb. Mitte des 17. Jahrhunderts ging das Anwesen in den Besitz des Geschlechts der von Borcks über. Ende des 18. Jahrhunderts erbte die Familie von Cranach das Anwesen, in deren Besitz es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs blieb.
Das Schloss in Krasne wurde als Adelssitz zu einer Zeit erbaut, als das Dorf im Besitz der pommerschen Familie von Borck war. Dies war Mitte des 18. Jahrhunderts. Das Schloss entstand als Bauwerk im Stil des Spätbarocks und hatte eine Fläche von ca. 1.380m². In seiner ursprünglichen Form besaß das Schloss zwei Stockwerke und war in L-Form angelegt. Das gesamte Gebäude war mit einem Mansarddach bedeckt. In der Bauweise des Schlosses war in der Mitte der Vorder- und Rückfassade ein Risalit zu sehen, der mit einem halbrunden Giebel gekrönt und mit einem Korbbogen abgeschlossen war. Solche Elemente, die für die niederländische Barockarchitektur charakteristisch sind, wurden von den Schlossbauern in Norddeutschland häufig nachgeahmt. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde an das Schloss ein Nebengebäude angebaut, das im rechten Winkel zum Hauptgebäude stand. Der derzeitige Zustand des Gebäudes lässt keine genauere architektonische Analyse zu. Man kann nur vermuten, dass ähnlich wie bei den nahegelegenen Schlössern aus dem Gebiet der ehemaligen Neuen Mark flache Gesimse, vertikale Bossenwerkstreifen und Fensterbänder an der Fassade zu sehen waren. Die Innenraumaufteilung war zweischiffig mit einer großzügigen Eingangshalle auf der Vorderachse. In einer Ecke der Eingangshalle war bis vor kurzem noch ein Treppenhaus mit einer charakteristischen Balustrade mit ovalen Durchbrüchen erhalten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte ein staatlicher Landwirtschaftsbetrieb (PGR) seinen Sitz im Schloss. Zu dieser Zeit, im Jahr 1965, wurde das Gebäude renoviert. Im Jahr 1991 existierte das verlassene Schloss noch in seiner ursprünglichen Form, unterlag jedoch, da es nicht gesichert war, einem langsamen Verfall. Heute sind nur noch der Großteil der Wände, ein Teil des Daches sowie wenige Elemente der Innenausstattung erhalten. Seit 1998 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz, ist jedoch zugänglich und kann von außen besichtigt werden. Im Inneren ist das Schloss stark zerstört, und das Betreten des Gebäudes ist nicht sicher.
In der Nähe der Schlossruine befinden sich Überreste von Gutsgebäuden und eines Eishauses. Rundherum erstreckt sich ein vernachlässigter Schlosspark mit einer Fläche von ca. 3,7 ha. Der Park stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert. Im Park kann man einen alten Baumbestand aus Buchen, Kastanien, Hainbuchen, Ulmen und Buchen bewundern.
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