Aus historischen Quellen ist bekannt, dass Janowo ein Landgut war, das auf städtischem Grund errichtet und lange Zeit verpachtet wurde. Zu den Pächtern gehörte die Familie Schwartz, die das Anwesen Ende des 19. Jahrhunderts übernahm. Janowo war ein typisches Landgut, auf dem Ackerbau betrieben und Vieh gezüchtet wurde; eine Besonderheit ist jedoch, dass dort auch Ton abgebaut wurde, der mit einer kleinen Eisenbahn zur Ziegelei in Barlinek transportiert wurde.
Auf dem Anwesen befindet sich ein Herrenhaus, das Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und anschließend um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert umgebaut wurde. In der Architektur des Gebäudes sind neobarocke Einflüsse erkennbar. Das Herrenhaus ist auf einem rechteckigen Grundriss erbaut, gemauert, zweistöckig, mit einem niedrigeren Anbau und einer Veranda. Das Ganze wird von einem Mehrfachsatteldach mit interessanten Fenstern – Dachgauben und Rundfenstern – überdacht. Den Dachgiebel krönt ein Türmchen mit einer Wetterfahne, auf der die Initialen O.S. (Otto Schwartz) – eines der Eigentümer des Anwesens – zu sehen sind. Die gleichen Initialen sind auch auf dem Zierelement über dem Haupteingang des Schlosses eingraviert. An der Vorderseite ziert die Fassade ein Risalit mit kleinen Balkonen auf beiden Seiten, die sich auf Höhe des ersten Stockwerks befinden. Ein ähnliches Risalit gibt es auch auf der Gartenseite, hier jedoch zusätzlich eine Veranda, die auf drei schlichten Säulen ruht. Die Säulen stützen den Balkon, der sich auf Höhe des ersten Stockwerks befindet.
Rund um das Schloss befinden sich Gutsgebäude, die bis heute erhalten sind, sich jedoch in einem sehr schlechten Zustand befinden. Es handelt sich dabei um einen Kuhstall, einen Pferdestall, eine Scheune und eine Kutschenremise. An einem der Gebäude ist die Jahreszahl 1855 zu sehen, was auf das Baujahr der Gebäude hinweist.
Das Anwesen befindet sich in Privatbesitz, es werden jedoch keine Arbeiten durchgeführt, und das Gebäude sowie die Wirtschaftsgebäude verfallen zunehmend. Es kann von außen besichtigt werden.
Um das Anwesen herum erstreckt sich ein Schlosspark aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 1,5 ha. Im Park wachsen hauptsächlich einheimische Baumarten wie Hainbuchen, Spitzahorne, Bergahorne, Linden, Buchen, Ulmen und Fichten. Im westlichen Teil des Parks befindet sich eine Lindenallee. Von hier aus, am Rand der Böschung, erstreckt sich das Panorama des Płoni-Tals, das von vielen als eines der schönsten angesehen wird. Der Park ist zugänglich.
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