Der erste Kapuziner, der nach Wałcz kam, war Pater Ernest Łanucha. Er unterstützte den Pfarrer der St.-Nikolaus-Gemeinde in Wałcz – damals die einzige Pfarrei der Stadt – bei seiner Seelsorgearbeit. Im Jahr 1945 erhielt er vom Provinzial des Ordens der Kapuziner, Pater Kazimierz Niczyński, die Erlaubnis, in Wałcz eine Ordensniederlassung zu gründen. In der Stadt gab es eine verlassene evangelische Kirche, an die sich das Pfarrhaus anschloss. Am 29. April 1946 wurde das ehemals evangelische Eigentum für die Bedürfnisse der entstehenden Kapuziner-Niederlassung übergeben. Die Renovierungsarbeiten begannen, und im Frühjahr 1947 kam Pater Dr. Gabriel Banaś, Prediger und Exerzitienleiter, nach Wałcz, der am 1. Juli 1947 zum Oberen der Niederlassung ernannt wurde. Am 6. Oktober 1949 wurde an der St.-Antonius-Kirche eine eigenständige Seelsorgeeinrichtung mit den Rechten einer Pfarrei gegründet, und Pater Dr. Gabriel Banaś wurde deren Verwalter mit allen Befugnissen, die
den Pfarrern zustehen. Bald darauf kamen weitere Kapuzinerpatres nach Wałcz, und seitdem leiten sie ununterbrochen die Pfarrei St. Antonius. Sie organisieren und leiten Gemeinschaften wie den Franziskanischen Laienorden, den Lebendigen Rosenkranz, die Franziskanische Jugend TAU, die Caritas der Pfarrei, die Bewegung „Licht-Leben“, die Kreise der Hauskirche, das Neokatechumenat, die Erneuerung im Heiligen Geist, die Katholische Aktion, den Bibelkreis, den liturgischen Altardienst und viele andere.
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