Das große Interesse an der Veranstaltung bestätigt ihre starke Position im Veranstaltungskalender der Branche. Alle Plätze für die Fachkonferenz waren innerhalb einer Woche ausgebucht. An der Konferenz nahmen Vertreter von Institutionen, Kommunalverwaltungen und Unternehmen aus Polen und Deutschland teil. Die Teilnehmer fassten die bisherigen Aktivitäten zusammen, die als Inspiration für die nationale Fahrradpolitik dienen können, und diskutierten über die Herausforderungen, vor denen Polen und Europa stehen.
Ein wichtiger Moment war die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der Polnischen Tourismusorganisation und der Woiwodschaft Westpommern über die Übermittlung eines Antragsformulars für die Datenbank mit Radwegen in Polen durch die POT.
„Westpommern ist ein besonderer Ort, es ist führend beim Bau von Langstrecken-Radwegen und in der Fahrradpolitik. Umso mehr freut es mich, die Vereinbarung mit der Woiwodschaft Westpommern über die Übermittlung der Datenbank mit Radwegen zu unterzeichnen. Es handelt sich um ein Schema, das die Radwege in Polen auf einheitliche und standardisierte Weise beschreibt. Ich freue mich sehr, dass gerade die Woiwodschaft Westpommern dieses Schema bei sich testen wird. Genau hier wird 2026 ein Pilotprojekt durchgeführt werden”, erklärt Małgorzata Wilk-Grzywna, Vizepräsidentin der Polnischen Tourismusorganisation.
Das Dokument ist ein Modell der nationalen Fahrradinfrastruktur, dessen Ziel die Standardisierung der Daten über Fahrradrouten in Polen ist. Es ermöglicht eine einheitliche, konsistente Beschreibung der Routen auf nationaler Ebene. Es berücksichtigt die Bedürfnisse von Radfahrern, Kommunalverwaltungen, aber auch Investoren, die damit über eine Datenbank verfügen, die die Erstellung verschiedener Arten von Geoportalen, Tourismus- oder Fahrradportalen, Karten und mobilen Anwendungen ermöglicht.
Ein zweitägiger offener Raum für Fahrradbegeisterte
Der Rest der Veranstaltung war öffentlich. Zwei Tage lang fanden in den Räumlichkeiten des Marschallamtes in Stettin Vorträge, Workshops, Präsentationen, Filmvorführungen und Treffen zum Thema Fahrradtourismus in der Euroregion Pomerania statt. Die Veranstaltung richtete sich an alle – ohne Altersbeschränkung.
Die diesjährige Ausgabe umfasste unter anderem 21 Stunden Vorträge und Workshops, 60 Referenten, 56 Aussteller, Tests von Fahrradausrüstung sowie Animationen und Attraktionen für Kinder. Großes Interesse fand auch der Fahrradworkshop, in dem man sein Fahrrad vor der Saison überprüfen und kleinere Reparaturen durchführen lassen konnte.
– Westpommern ist eine moderne, kreative und unternehmerische Region. Wir sind eine Ökoregion, ein Vorbild für ganz Polen. Wir produzieren die größte Menge an Energie aus erneuerbaren Quellen, der zweite Grund ist die modernste Zugflotte – es handelt sich hauptsächlich um Elektro- und Hybridzüge, aber was uns vor allem von ganz Polen unterscheidet, ist, dass wir auf den Bau von Radwegen setzen. Ich möchte nur daran erinnern, dass in der ersten Phase fast 1100 km gebaut wurden, in der zweiten Phase, die wir 2025 begonnen haben, werden wir weitere 400 km bauen. Wir werden also 1,5 Tausend km malerische Radwege haben. Die für den Bau von Radwegen in Westpommern bis 2027 vorgesehenen Mittel belaufen sich auf 407 Millionen Zloty. Dabei handelt es sich natürlich auch um europäische Mittel. Wir legen großen Wert darauf, dass diese Wege sehr schnell gebaut werden, sagt Jakub Kowalik, stellvertretender Marschall der Woiwodschaft Westpommern.
Marschall Jakub Kowalik erwähnte auch die größte touristische Attraktion, die derzeit entsteht, nämlich die Fahrradroute Berlin-Stettin-Kolberg. Der größte Teil dieser Strecke, nämlich 510 km, liegt auf polnischer Seite, 270 km auf deutscher Seite. Im Februar wurde im Rahmen der Umsetzung eines Teils dieser Aufgabe die Baustelle an den Auftragnehmer übergeben. Es wird eine ca. 5 km lange neue Strecke auf dem Abschnitt Golczewo-Upadły entstehen, die auf der Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn verläuft und somit vollständig vom Autoverkehr isoliert ist.
Sicherheit, Gesundheit und Bildung mit Beteiligung des Veranstaltungspartners
Einer der Partner der 3. Deutsch-Polnischen Radtourismus-Tage ist PZU. Im Rahmen des Programms „Rowerowa Polska PZU” (Radfahrendes Polen von PZU) wurden umfangreiche Bildungsbereiche, moderne Simulationsgeräte und Familienaktivitäten vorbereitet, die auf praktische Weise sicheres und bewusstes Radfahren fördern.
Auf die Teilnehmer warteten unter anderem ein Verkehrspark, der erste Simulator für Unfälle mit Elektrorollern in Polen, die Kreativzone „Pimp My Bike”, Erste-Hilfe-Schulungen, Quizze zum Thema Verkehrsregeln und Wettbewerbe mit attraktiven Preisen, darunter Fahrräder und Fahrradzubehör. Es gab auch einen Gesundheitsbereich, in dem man kostenlos seine Fitness von Experten überprüfen lassen, grundlegende Parameter testen und erfahren konnte, wie man seinen Körper auf die kommende Fahrradsaison vorbereitet.
Vorführungen und Tests von Fahrradausrüstung
Im Rahmen des öffentlichen Teils der Veranstaltung waren Vorführungen und Tests von Fahrradausrüstung geplant, die in der Garage des Marschallamtes der Woiwodschaft Westpommern in der Mazowiecka-Straße 14 in Stettin stattfanden. Dies war eine Gelegenheit, moderne Fahrradlösungen aus nächster Nähe zu sehen, mit Experten zu sprechen und verschiedene Arten von Fahrrädern und Zubehör zu testen. An den Vorführungen und Tests nahmen unter anderem teil: Follow me, Gravelbikeverleih Usedom, Velofracht GmbH, Tandem Szczecin, Canyon Bicycles GmbH, Fahrrad und Touristikcenter Bodo Butzke Schwedt, GEOBIKE MFC Sp. z o.o., Riese & Müller GmbH.
Partner und Schirmherren der Veranstaltung
Polnische Tourismusorganisation
National Geographic
PZU
Landkreis Uckermark
Landkreis Vorpommern-Greifswald
Westpommersche Regionale Tourismusorganisation
Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Kleinen Projektfonds (FMP) des Kooperationsprogramms Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen 2021–2027 durchgeführt.
PDF