Die Ländereien von Stuchów gehörten seit dem 14. Jahrhundert der Familie von Plotz. In den Jahren 1880–1888 errichtete Leo von Plotz an der Stelle eines älteren Gebäudes eine Residenz im Neorenaissance-Stil. In ihrer Form knüpfte sie an die königliche Residenz in Potsdam an. Die Familie von Plotz war bis zum Jahr 1942 im Besitz des Schlosses. Damals wurde der letzte Erbe, Henryk von Plotz, von den Reichsbehörden enteignet. Nach dem Krieg wurde das Schloss von sowjetischen Truppen besetzt, die es weitgehend verwüsteten. In den 1950er Jahren befand sich im Schloss der Sitz einer staatlichen Landwirtschaftsgenossenschaft (PGR). Später diente es als Ferienlager, und anschließend wurde dort eine Grundschule eingerichtet, die bis heute im Schloss untergebracht ist.
Das im eklektischen Stil erbaute Schloss ist ein massiver, gemauerter, zweistöckiger und zweiflügeliger Bau. Es hat eine Fläche von 2.190m². Über dem Gebäude erhebt sich ein achteckiger Turm, der mit einer neobarocken Kuppel abgeschlossen ist. Ähnliche Kuppeln zieren auch die kleineren Türme an der Fassade des Gebäudes. Der Südflügel des Schlosses ist mit einem Satteldach bedeckt, während der Hauptteil des Gebäudes von einem Walmdach überdacht wird. Die Fassade zeichnet sich durch Fensteröffnungen in unterschiedlichen Formen und mit reich verzierten Einfassungen aus. Ryzale an jeder Fassade verleihen dem Gebäude Farbe, und am Eingang des Schlosses befindet sich das Wappen der Familie von Plotz. Das Innere des Gebäudes hat teilweise seine ursprüngliche, reichhaltige Ausstattung bewahrt. Zu sehen sind originale Kamine und Kachelöfen sowie Stuckverzierungen an Wänden und Decken. Beeindruckend ist die Holztreppe mit ihrer bemalten Decke. Im Jahr 2006 wurde das Anwesen umfassend renoviert. Das Schloss ist von einem der größten Parks der Region umgeben, der eine Fläche von 41 ha einnimmt. Im Park kann man über hundertjährige Bäume bewundern.
Derzeit befindet sich im Schloss eine Grundschule; es kann während der Schulzeiten besichtigt werden. Der Zutritt zum Gebäude ist nach Absprache mit dem Lehrpersonal möglich.
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