Von 1337 bis 1819 befand sich das Gut in Smolnica im Besitz der Familie van der Marwitz. Im Jahr 1766 wurde auf dem Gut ein Schloss nach dem Vorbild früherer Magnatenresidenzen errichtet. Doch schon bald geriet die Familie in Schulden und war 1819 gezwungen, das gesamte Gut einschließlich des Schlosses zu verkaufen. In der Folge wechselte das Gut mehrfach den Besitzer. Im Jahr 1879, als die Familie von Sydow Eigentümerin des Anwesens war, brach im Schloss ein Brand aus, der das Gebäude vollständig zerstörte. Das Schloss wurde jedoch schnell wieder aufgebaut und erlangte seinen früheren Glanz zurück. Das neue Schlossgebäude war weiß verputzt und mit Efeu bewachsen. Die Fassaden waren mit spiralförmigen Steinverzierungen geschmückt. Durch den Wiederaufbau wurde das Schloss mit für jene Zeit zahlreichen Annehmlichkeiten ausgestattet – Kanalisation, Wasserversorgung und Zentralheizung. Im Jahr 1908 wurde Max Freidheim der neue Besitzer des Anwesens. Er nahm zahlreiche Veränderungen und Modernisierungen auf dem Anwesen vor. Auch das Schloss selbst wurde renoviert und 1932 hellbraun gestrichen. Der letzte Besitzer des Anwesens bis 1945 war Friedrich Flick. Gegen Ende des Krieges waren im Schloss sowjetische Truppen stationiert, was zur Verwüstung des Schlosses und zur Plünderung seiner wertvollen Einrichtung führte. Nach dem Krieg diente das Schloss als Unterkunft für Repatriierte, als Ferienlager und als Büros der staatlichen Landwirtschaftsgenossenschaft (PGR). Im Jahr 1965 wurde das Anwesen von der Landwirtschaftsabteilung des Regionalrats (WRN) in Stettin übernommen, die im Schloss die Staatliche Landwirtschaftliche Fachschule gründete. Seit 1983 wurde die Fachschule in „Zespół Szkół Rolniczych“ (Landwirtschaftlicher Schulverbund) umbenannt und besteht bis heute unter diesem Namen.
Was die Architektur betrifft, so wurde das Schloss in Smolnica im neoklassizistischen Stil mit neobarocken Elementen erbaut. Es handelt sich um ein zweistöckiges Gebäude mit einem nutzbaren Dachgeschoss. An den längeren Fassaden sind dreistöckige Pseudo-Rizalite zu sehen, die mit dreieckigen Giebeln abgeschlossen sind. Auch an den Giebelseiten sind Rizalite in verschiedenen Formen zu erkennen. Am Schlossbau fallen zudem zwei Türme ins Auge – einer achteckig, der andere rund. In den Türmen befinden sich Treppenhäuser. Von der Innenausstattung ist bis heute nur wenig erhalten geblieben. Am wertvollsten sind die Stuckverzierungen des ehemaligen Ballsaals im Erdgeschoss des Gebäudes.
Das Schloss kann von außen besichtigt werden.
Um das Schloss herum erstreckt sich der ehemalige Schlosspark mit einer Fläche von ca. 5,3 ha. Der Park wurde im 19. Jahrhundert angelegt. In ihm finden sich viele interessante Strauch- und Baumarten. Viele Bäume sind über 100 Jahre alt. Im Park können wir Linden, Eichen, Eschen, Kastanien und Hainbuchen sehen.
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