Zeuge millionenfachen Unrechts – Von der dunkelsten Seite der Berliner Industriegeschichte zeugt das 1943 errichtete Zwangsarbeiterlager. Von über 3.000 Lagern in Berlin ist es das einzige fast vollständig erhaltene. Vom Großkonzern bis zum kleinen Handwerksbetrieb – alle profitieren von den günstigen Arbeitskräften. Nach 1945 dienen die Baracken als Papierlager der Roten Armee und später als Sitz des Impfstoff-Instituts der DDR. Viele der Baracken werden bis heute gewerblich genutzt. In einem Teilbereich befindet sich seit 2006 das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Es ist ein Ausstellungs-, Archiv- und Lernort mit einer Jugendbegegnungsstätte. Zwei Dauerausstellungen, ein Multimedia-Guide und eine historische Unterkunftsbaracke geben Einblicke in die menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen. Sie erzählen von rassistischer Diskriminierung, Angst und gnadenloser Unterdrückung, aber auch von Freiheitsdrang und Überlebenswillen.
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