Schmuckplatz eines neuen Wohnviertels.
Der 1906 eröffnete Platz ist das Eingangstor der Siedlung Westend. Wie in dem gleichnamigen Londoner Stadtviertel entsteht hier nobler Wohnraum. In Berlin und London bringt Westwind saubere Luft, die erst über der Stadt verunreinigt wird. Der Bauentwickler Quistorp plant die Siedlung, errichtet ein Wasserwerk und spekuliert auf hohe Gewinne. Die architektonische Planung übernimmt Martin Gropius. Der unter dem Namen Reichskanzlerplatz eröffnete Platz wird 1933 umbenannt. Als Adolf-Hitler-Platz wird er Teil der Planungen für die Welthauptstadt Germania. Ein von Albert Speer geplantes Heldendenkmal wird nicht errichtet. Stattdessen brennt hier seit 1955 eine Ewige Flamme für die Opfer von Flucht und Vertreibung, eingeweiht von Bundespräsident Theodor Heuss. Nach seinem Tod wird der Platz nach ihm benannt.
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