Ambitionierte Dachkonstruktion und Geheimschrift auf Beton
Charakteristisch für die Architektur des Flughafens ist die Ambivalenz von Monumentalität und Moderne. Alle der Stadt zugewandten Fassaden sind mit Naturstein verkleidet. Auf der Rückseite ist die moderne Stahlkonstruktion des Hallenbogens offen sichtbar. Der Flugsteig in der Gebäudemitte und die beidseits anschließenden Hangars sind von einer stützenfreien 40 m weit auskragenden Dachkonstruktion überdeckt – eine ingenieurtechnische Pionierleistung. Auf dem Dach waren Tribünen für 80.000 Zuschauer geplant, die von dort aus die Flugschauen der NS-Luftwaffe verfolgen sollten. Doch die Treppenhäuser in vielen der 13 Turmbauten bleiben unvollendet. Heute sind in den Hangars 1 bis 3 Geflüchtete untergebracht. In den anderen Hangars und auf dem Vorfeld finden Events wie das Fahrradfestival VELOBerlin statt. Auf dem betonierten Vorfeld befinden sich zahlreiche denkmalgeschützte Markierungen. Sie stammen aus unterschiedlichen Zeiten des Flughafenbetriebes, in denen sie der Verkehrsleitung u.a. für Flugzeuge, Helikopter, Bodenfahrzeuge und Fußgänger dienten.
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