Hochspannung für Berlin und Hollywood
Die technischen Voraussetzungen für das von Hans Heinrich Müller gestaltete Kraftwerk schafft der Teltowkanal: Steinkohle kommt in Lastkähnen, Kühlwasser aus dem Kanal. In den 1930er-Jahren werden hier – erstmals in Deutschland – mittels effizienter Kraft-Wärme-Kopplung zugleich Elektrizität und Fernwärme produziert. Im Kalten Krieg muss der Standort innovativ bleiben, um die von allen Netzen abgeschnittene Strominsel West-Berlin zu versorgen. Auf die erste Gasturbine der Stadt folgt 1986 die damals weltweit größte Batteriespeicheranlage. Niemand ahnt, dass die Energieerzeugung hier mit der Wiedervereinigung schon 1994 enden würde. Heute betreibt Stromnetz Berlin auf dem Gelände noch ein Umspannwerk. Die leerstehenden Hallen avancieren immer wieder zur Filmkulisse, u.a. für Teile der Matrix-Saga. Im ehemaligen Batteriespeicher erzählt das Energie-Museum seit 2001 die Geschichte der Berliner Energieversorgung.
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