• Adresse: 72-300 Gryfice

Der Bau der Backsteinbefestigungen steht im Zusammenhang mit der Verleihung der Stadtrechte an Gryfice. Dies geschah im Jahr 1262. Vermutlich gab es bereits damals Befestigungsanlagen aus Holz und Erde. Der Bau der Ziegelmauern wurde erst im Jahr 1300 begonnen. Im Verlauf der Mauern entstanden drei Tore (Wysoka, Reska und Kamienna), drei Türme (Prochowa, Młyńska und Mostowa) sowie sechs Wachtürme. Darüber hinaus wurden außerhalb der Mauerlinie, vor den Toren, drei Barbakane errichtet. Die Stadtmauern verliefen entlang der Straßen Murarska, Klasztorna, Nadbrzeżna, Leśna, Górska und Wałowa. Für den Bau der Befestigungsanlagen wurden Feldsteine und Ziegel verwendet. Sie wurden auf eine Höhe von 3 bis 5 Metern errichtet, und ihre Dicke schwankte zwischen 40 und 80 Zentimetern. Die Mauerkrone wurde mit Zinnen gekrönt, die während einer Belagerung die Stellungen der Verteidiger schützten. Angesichts der Weiterentwicklung der Belagerungskunst erwiesen sich die Befestigungsanlagen als veraltet, weshalb sie 1807 durch einen zusätzlichen Erdwall verstärkt wurden. Die auf diese Weise modernisierten Befestigungsanlagen wurden jedoch nie im Kampf auf die Probe gestellt, da sich die Preußen unter dem Druck der napoleonischen Truppen entschlossen, die Stadt kampflos zu übergeben. Später wurde der Wall eingeebnet und der größte Teil der Stadtmauern abgerissen. Heute sind noch das Hohe Tor und das Steintor, der Pulverturm sowie Abschnitte der Stadtmauer in der Wałowa-Straße (ab der Niepodległości-Straße) und vom Hohen Tor bis zur Murarska-Straße zu sehen.

 

 

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