Das Museum der Kämpfe um den Pommernwall in Mirosławiec ist der Geschichte des Kampfes um den polnischen Charakter Mittelpommerns gewidmet, angefangen von der Zeit der Piasten-Dynastie über die polnisch-schwedischen Kriege, die Napoleon-Kriege, die Teilungen Polens bis hin zum Zweiten Weltkrieg.

Die Idee, das Museum zu errichten, wurde Anfang 1983 geboren und die Bauarbeiten begannen bereits im Juni desselben Jahres. An der Stelle des kleinen Stadtparks sollte ein neues Symbol der Stadt entstehen. Der Entwurf stammte von Architekten aus Piła. Im Landratsamt wurde ein spezielles Team zur Planung und Aufsicht über das Projekt aufgestellt.

Ursprünglich sollte das Museum am 12. Oktober 1983 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, pünktlich zum 40. Jahrestag der Entstehung der Polnischen Volksarmee. Das Gebäude konnte in der kurzen Zeit jedoch nicht fertiggestellt werden, also wurde zunächst nur die obere Etage eröffnet. An der Entstehung des Museums waren viele Leute beteiligt. Sogar das Fernsehen strahlte eine Annonce an ehemalige Soldaten und Mitglieder des Verbands der Kämpfer für Freiheit und Demokratie ZBoWiD aus, in der sie aufgefordert wurden, dem Museum ihre Erinnerungsstücke zu überlassen, die mit dem Pommernwall oder mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden waren. Zahlreiche Fotogramme und Kopien der historischen Fahnen der Polnischen Volksarmee wurden angefertigt. Es entstand ein Modell, dass die Kriegshandlungen im Bereich des Pommernwalls bildlich darstellte. Das Museum wurde zweimal offiziell eröffnet. Die erste Eröffnung erfolgte am 12. Oktober 1984 und hatte aufgrund der damit verbundenen Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Entstehung der Polnischen Volksarmee einen eher militärischen Charakter. Die zweite Eröffnung erfolgte am 16. März 1985 und zog viele namhafte Künstler und Schauspieler an: Witold Pyrkosz, Emil Karewicz, Emilia Krakowska, Janusz Przymanowski, Romuald Dobraczyński und viele mehr. Anwesend waren auch eine Delegation des polnischen Verteidigungsministeriums sowie Vertreter der Regierung und der kommunistischen Partei.

Nach diesem spektakulären Anfang nahm in den folgenden Jahren das Interesse an dem Museum deutlich ab. Daher wurde die Entscheidung über eine Erneuerung der Ausstellung gefällt. Im Dezember 2011 unterzeichnete das Museum einen Vertrag mit Radowan Protić, der sich bereit erklärte, die zahlreichen von seiner Familie in der Region gesammelten Ausstellungsstücke dem Museum zur Verfügung zu stellen.

Die Sammlung des Museums ist in zwei Räumen ausgestellt. Der erste Raum ist vor allem den Kämpfen in und um Mirosławiec gewidmet. Der zweite schildert 59 Jahre Militärluftfahrt in der Stadt. Diese Ausstellung besteht aus zahlreichen Fotografien, die die wichtigsten Ereignisse aus der Luftfahrtgeschichte der Stadt zeigen (u. a. den Besuch von Fidel Castro und Juri Gagarin in Mirosławiec) sowie aus einem Pilotensitz und mehreren Pilotenuniformen. Ein Teil der Ausstellung ist den Fliegern gewidmet, die 2008 beim Absturz eines CASA-Flugzeugs ums Leben gekommen sind. 

Zudem verfügt das Museum über eine interessante Ausstellung zu Wisenten, die im Rahmen eines Projekts zum Schutz dieser Tiere vor dem Andrang der Touristen angefertigt wurde.

Vor dem Museum befindet sich eine interessante Freilichtausstellung mit Artilleriegeschützen, einem Panzer Typ T-34 und einem Flugzeug Typ Su-22.

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