• Adresse: 78-540 Kalisz Pomorski

In Kalisz Pomorski ist der historische Stadtgrundriss der Altstadt aus dem 13. Jahrhundert bis heute erhalten geblieben. Ihre Anfänge reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Archäologen datieren die Existenz einer Fischerei- und Landwirtschaftssiedlung auf diese Zeit. Ein Ereignis, das das heutige Erscheinungsbild der Stadt prägte, war der Übergang der umliegenden Gebiete unter die Herrschaft der brandenburgischen Markgrafen im Jahr 1296.

Bereits am 14. September 1303 erhielt Kalisz von den Markgrafen Otto, Johann, Waldemar und Konrad das Stadtrecht. Damals wurde das bis heute sichtbare, charakteristische Raster aus rechtwinklig kreuzenden Straßen mit einem zentral gelegenen Marktplatz angelegt. Die etwa sieben Hektar große Stadt wurde von einem ovalen Ring aus Stadtmauern mit zwei Toren – dem Kamienna-Tor und dem Recka-Tor – umgeben. Die Bürger, die durch die in der Stadt stattfindenden Jahrmärkte zu Reichtum gelangten, errichteten prächtige Häuser, die jedoch bis in unsere Zeit nicht erhalten geblieben sind. Infolge des großen Brandes von 1771 wurde der größte Teil der Bebauung zerstört. Während des von Friedrich dem Großen persönlich unterstützten Wiederaufbaus wurde das Straßennetz teilweise neu gestaltet. Eine weitere Katastrophe für die Stadt waren die Kriegshandlungen im Jahr 1945. Sie führten zur Zerstörung von fast 100 % der Gebäude. Die durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen führten lediglich zum Wiederaufbau der Kirche „Unsere Liebe Frau, Königin von Polen“ und des Palastes. Heute ist der spätmittelalterliche, ovalförmige Stadtgrundriss aus der Luft oder auf Stadtplänen erkennbar. Die gesamte Altstadt wurde in das Denkmalregister aufgenommen.

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