Die ersten Erwähnungen des Dorfes Krzemlin stammen aus dem Jahr 1352. Es handelte sich um ein recht großes Dorf mit einer Fläche von 64 Łan. Von 1498 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Dorf der Familie von Belling, anschließend ging es in den Besitz der Familie von Heyden über. Im Jahr 1850 starb der damalige Eigentümer Frederik von Heyden, und aufgrund familiärer Verbindungen ging das Dorf in den Besitz des Geschlechts von Sydow über. Es blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in deren Besitz. Nach dem Krieg gehörten der Gutshof und das Schloss der staatlichen Landwirtschaftsgenossenschaft (PGR) und anschließend der Pflanzenzuchtstation. Letzter Eigentümer des Geländes war 1998 die Firma „Poznańska Hodowla Roślin Sp. z o. o.“
In Krzemlin befindet sich ein Gutshof mit einem Herrenhaus. Es ist nicht ganz sicher, wann genau das Herrenhaus erbaut wurde. War es noch zu Zeiten, als die Familie Belling Eigentümer war, oder bereits unter dem neuen Eigentümer Friedrich von der Heyden? Man geht davon aus, dass das Herrenhaus Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Herrenhaus wurde im klassizistischen Stil erbaut und hat eine Fläche von 607,3m². Sicher ist, dass in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die erste größere Renovierung des Gebäudes stattfand und die bis heute sichtbare Veranda angebaut wurde. Die letzte Renovierung erfolgte in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Herrenhaus, das wir heute sehen, ist ein einstöckiges Gebäude mit einer Terrasse und einer Säulenveranda. Die Fassade ist elfachs und weist eine rekonstruierte barocke Gestaltung auf. Das Gebäude ist auf einem länglichen Rechteckgrundriss mit abgerundeten Ecken errichtet und wird von einem hohen Mansarddach mit „Ochsenaugen“ und Dachgauben überdacht. An der Fassade sind Stuckverzierungen in Form von Blattgirlanden erhalten geblieben.
Derzeit steht das Gebäude leer und ist vor Verwüstung gesichert. Es kann von außen besichtigt werden.
In der Nachbarschaft des Schlosses befinden sich Gutsgebäude. Darunter sind insbesondere zu nennen: eine Brennerei aus den 1860er Jahren, das Verwalterhaus aus dem Jahr 1910, ein Kälberstall aus dem Jahr 1916 sowie eine Schmiede aus dem Jahr 1920.
Das Gut wird von einem 7,70 ha großen Schlosspark umgeben, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Im Park stehen zahlreiche alte Bäume – Linden, Pappeln, Ahornbäume und Eichen. Auf dem Gelände des Parks befindet sich auch ein See.
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