Der Palast wurde in den Jahren 1906–1907 im Auftrag der Familie Oertzen nach einem Entwurf des bekannten Berliner Architekten Karl Edward Bengert errichtet. Im Jahr 1925 wurde das Gebäude von der preußischen Finanzverwaltung übernommen. Im Jahr 1926 wurde es den preußischen Staatsforsten zur Nutzung übergeben und beherbergte bis 1945 das Forstamt (Forstbezirk). Nach dem Krieg übernahm der Staat das Gebäude und übergab es der Polnischen Staatsforstverwaltung zur Nutzung. Seitdem waren darin nacheinander die Büros der Forstämter Orla und Mirosławiec untergebracht; das Schlösschen diente zudem als Ferien- und Ferienlagerunterkunft. In den Jahren 1968–1974 war hier die Grundschule für Forstwirtschaft angesiedelt, später das Freiwillige Arbeitskorps. Außerdem wurden hier Winterferien für Kinder und Erholungsaufenthalte für Menschen mit Behinderung organisiert. Derzeit befindet sich hier ein stilvoll eingerichtetes Hotel.

Das sehr malerisch anmutende Schloss wurde im eklektischen Stil mit überwiegend jugendstilistischen Elementen auf einer Terrasse am Hang errichtet. Die Wände bestehen aus Keramikziegeln auf einem Fundament aus Granitquadern und Vollziegeln. Der Grundriss des Gebäudes ähnelt einem langgestreckten Rechteck mit Risaliten an der Nord- und Südseite. An der südöstlichen Ecke befindet sich eine Veranda, zu der eine Treppe hinaufführt, während an den Ecken der Risalite dreiseitige Erker und an der Westfassade ein rechteckiger Erker angebracht sind. Das Dach ist mehrflächig und mit Fialen verziert; der Turm ist mit einem hohen pyramidenförmigen Dach bedeckt. Die Wände sind mit einem Gesims gekrönt, die Fenster sind von Zierleisten umrahmt.

Interessant gestaltet ist der Haupteingang: Die Tür wird von einem Korbbogen umrahmt, im Portal, das von einer reich verzierten, profilierten Gesimslinie eingefasst ist und die in Mäandern zu den Seiten hinabfließt; darin befindet sich ein Feld mit einem Wappenschild, das von einer Federkrone umgeben ist; auf dem Schild ist das Wappenabzeichen zu sehen: zwei einander zugewandte, an den Ellbogen angewinkelte Arme in Rüstung, im Helmzier ein Helm und das Wappenabzeichen wiederholt. 

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