• Adresse: 74-503 Witnica

Im 13. Jahrhundert gehörte Witnica den Zisterziensern. Das Dorf wurde den Ordensbrüdern 1247 von Barnim I. übertragen. Im südlichen Teil des Dorfes befinden sich die Ruinen eines Neorenaissance-Schlosses aus dem 19. Jahrhundert. Das Schloss wurde 1840 von der Familie von Oelsen erbaut und 1879 um Flügel erweitert. Der Architekt des Schlosses ist nicht bekannt. Das Gebäude wurde an der Stelle eines früheren Gebäudes errichtet, das zuvor einem Brand zum Opfer gefallen war.

Das Schloss war ein zweistöckiges Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1.256,12m². Die Architektur des Gebäudes knüpfte an den Eklektizismus an und vereinte zahlreiche Stile. An der Fassade finden sich verzierte Gesimse, Risalite, toskanische Pilaster sowie halbrund abgeschlossene Türen und Fenster.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude vom örtlichen staatlichen Landwirtschaftsbetrieb (PGR) übernommen. Das Schloss wurde zweimal renoviert – 1955 und 1975. Im Juli 1987 wurde das Gebäude in die Denkmalliste aufgenommen. Drei Jahre später – am 29. März 1990 – brannte das Schloss nieder. Nach diesem Ereignis wurden keine Versuche unternommen, das Gebäude wieder aufzubauen. Derzeit kann das Bauwerk nur von außen besichtigt werden – die Mauern sind erhalten geblieben, doch die Fensteröffnungen im Erdgeschoss wurden zugemauert.

Vor dem Schloss ist auch das Eingangstor mit dem Wappen erhalten geblieben, auf dem eine Hand mit einem Ring abgebildet ist. Neben dem Schloss befinden sich ein Landschaftspark und gut erhaltene ehemalige Gutsgebäude aus dem 19. Jahrhundert.

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