Im Laufe der Jahrhunderte taucht Pstrowice in Quellen unter verschiedenen Namen auf: Pisservitz, Pitzstervitze, Pitzerwitz. Sprachwissenschaftler bringen den Namen mit dem Fisch „Piskorz“ in Verbindung, der im nahegelegenen Pstrowice-Bach vorkommt. Die Geschichte von Pstrowice reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Sie steht im Zusammenhang mit der Anwesenheit des örtlichen Pfarrers bei der Übertragung von Ländereien in Pyrzyce an die Augustinerinnen. Seit dieser Zeit wechselte das Dorf mehrfach den Besitzer, bis es schließlich in den Besitz der Familie Heldt gelangte. Auf deren Initiative hin wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit dem Umbau des seit knapp einem Vierteljahrhundert bestehenden Herrenhauses begonnen. Das bestehende Gebäude wurde vergrößert und mit einem hölzernen Mansarddach versehen. Aus dem neobarocken Baukörper des Schlosses sticht ein kleiner Balkon hervor, der in der Mittelachse angeordnet ist. Die Türen auf dem Balkon sind mit einem Rahmen und einem Schlussstein verziert. Zur gleichen Zeit wurde auch der steinerne Getreidespeicher aus dem 17. Jahrhundert umgebaut und der das Schloss umgebende Park angelegt. Im Jahr 1945 zog die Front durch Pstrowice. Infolge der Kriegshandlungen wurde das Schloss zerstört und stand seitdem leer. Seit 1991 befindet es sich zusammen mit dem Park und den übrigen Gebäuden in Privatbesitz. Die neuen Eigentümer sorgten für die Sanierung der Fassade des Schlosses und des Getreidespeichers sowie für die Herrichtung des Parks.
Das Schloss kann von außen besichtigt werden.
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