• Adresse: Nehringa, Szczecin

Das frühere Stettin war deutlich kleiner als heute; es war von zahlreichen Dörfern umgeben, die im Laufe der Zeit in das Stadtgebiet eingegliedert wurden. Eines davon war Stolzenhagen, heute bekannt als Stołczyn. Jedes Dorf musste über eine Begräbnisstätte für seine Bewohner verfügen, so war es auch hier. Ursprünglich befand sich der Friedhof neben der Kirche, doch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er aufgrund von Überfüllung auf ein Gelände an der Nerhinga-Straße verlegt. Im nördlichen Teil befand sich eine Friedhofskapelle, zu der eine mit Linden gesäumte Hauptallee führte. Entlang dieser Allee befanden sich Familiengräber. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts weckte die Begräbnisstätte das Interesse der Gemeinderäte von Stołczyn. Das Gelände wurde gesäubert, es entstanden Wege, Rasenflächen und Bänke. Die deutschen Grabsteine mit lesbaren Inschriften blieben vor Ort erhalten. Heute befindet sich an der Stelle des ehemaligen Friedhofs ein Park, der auch als Lapidarium dient. 

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