Das Mitte des 16. Jh.s. errichtete Bürgerhaus gehörte einer der reichsten Familien von Szczecin. Heute befindet sich ein Kunstgymnasium darin.

Das Haus der Familie Loitz wurde von einer bekannten Kaufmannsfamilie erbaut, deswegen der Name. Es repräsentiert den Stil der Spätgotik und der Frührenaissance. Die Familie Loitz führte zahlreiche Geschäfte in Stettin.

Aus historischen Quellen aus dem 15. Jahrhundert geht hervor, dass sie hauptsächlich Hering und Salz verkauften. Sie führten ihre Geschäfte jedoch nicht nur in Stettin, sondern auch in England, Skandinavien und sogar auf der Iberischen Halbinsel. Viele der Familienvertreter saßen im Stadtrat und Michael Loitz war sogar Bürgermeister.

In Pommern wurde der Familienbesitz in Häuser, Getreidespeicher und Grundbesitz investiert. Eine der zusätzlichen Aktivitäten, mit denen sich die Familie beschäftigte, war unter anderem Kreditvergabe gegen Zinsen. Auch König Sigismund Augustus nahm ihre Dienste in Anspruch. Angeblich gingen teilweise seinetwegen nach seinem Tod die Loitz Bankrott, weil er ihnen seine Schulden nicht gezahlt hat. Hinzu kamen die Preisrevolution und der Defizit im Handel mit Schlesien. Das Stadthaus wurde in den Jahren 1539-1547 im Auftrag von Hans Loitz erbaut. Es gehörte jedoch nicht lange der Familie, weil der erwähnte Initiator des Baus wegen Bankrott die Stadt heimlich verlassen musste. 1572 wurden die Häuser von den pommerschen Herzögen übernommen. In seiner weiteren Geschichte war das Haus auch im Besitz eines schwedischen Ratsherrn und zweier Schweizer, die dort eine Konditorei betrieben. Es wurde während des Zweiten Weltkriegs bombardiert. 1953 hat man das Haus wiederaufgebaut und der Mittelschule der Schönen Künste übergeben.

Jetzt dient das Loitz-Haus noch als Schule und ist für Besucher geöffnet. Man kann dort Werke lokaler Künstler bewundern. Das charakteristischste Merkmal des Gebäudes sind die schrägen Fenster im Treppenhaus, die mit ungewöhnlichen Maßwerken, die an keine anderen ähnlich sind, verziert sind. Die Fassade des Gebäudes wurde nach 2000 orange gestrichen. Interessant ist auch das Renaissanceportal, das zu den schönsten und wertvollsten in ganz Pommern gehört. Ein weiteres bemerkenswertes Dekorationselement des Hauses ist eine Kopie der „Bekehrung des hl. Paulus“. Das Original befindet sich in der ul. Staromłyńska, im Nationalmuseum in Szczecin.

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