Das Gebäude wurde 1925 errichtet. Entworfen wurde es von einem örtlichen Architekten namens Pawel im Auftrag eines Unternehmers, der in der Stadt Großhandelslager und Schuhgeschäfte besaß. Bei diesem Unternehmer handelte es sich um Otton Lindner. Schon ein Jahr später ging das Anwesen in den Besitz seines Sohnes Fritz über, der zusammen mit seiner Familie und einem Chauffeur in der Villa wohnte. Im Jahr 1935 erwarb Erich Kilian, ein Schokoladengroßhändler, die Villa. Er bewohnte sie bis zum Jahr 1945. Erst nach der Niederlage der Deutschen im Krieg zog er von hier aus. Das Gebäude ist etwas älter als die meisten Villen in der Umgebung. An der Vorderfassade weist das Gebäude einen halbrunden Erker auf, in dem sich der Eingang befindet. Eine kleine Treppe führt dorthin. An der Rückseite des Gebäudes stützen zwei halbrunde Erker die Terrassen, die durch eine Balustrade mit Spalten gesichert sind. Nach dem Krieg übernahm die Bezirksverwaltung das Gebäude. Für deren Zwecke wurde daneben ein verglaster Pavillon errichtet, der den ästhetischen und architektonischen Wert des Ortes etwas zu beeinträchtigen scheint. Im Jahr 1981 übergab die Woiwodschaftsverwaltung das Gebäude zur Nutzung als Kindergarten. Im Inneren sind die alten Heizkörperverkleidungen, die Fensterrahmen, die Fassade, die Holzvertäfelung, verzierte Türen, originale Schränke mit Ornamenten, der Kamin und der Springbrunnen in der Eingangshalle sowie eine prächtige Holztreppe mit Geländer erhalten geblieben.
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