Im ältesten Teil der Stadt finden wir die gotische Dreifaltigkeitskirche und die Reste eines Augustinerklosters. Das Kloster der Augustiner-Eremiten wurde 1290 gestiftet. Sein ältester Teil, der Oststeil entstand vermutlich an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert. Die Überlieferung bezeugt, dass 1301 Bischof Heinrich gestattete nicht mit dem Kirchenbann belegte Personen auf dem Kirchengrund zu bestatten. 

Einige Jahrzehnte später entstand ein vierbogiges westliches Kirchenschiff und eine südlich angebaute Kapelle. Im Jahre 1388 weihte der Bischof von Kamien die Kirche zur Dreifaltigkeitskirche. In den Folgejahren wurde das dreiflügelige Kloster um einen inneren Kreuzgang erweitert.

Das AugustinerKloster gedieh bis in das 16. Jahrhundert. 1536, in der Zeit der Reformation und nachdem die Mönche das Kloster verlassen hatten, entstand hier eine Schule und ein Spital, wie auch kirchliche Magazine. Die uns erhaltenen Überlieferungen über das Augustinerkloster schreiben zumeist über die Dreifaltigkeitskirche. Bekannt ist, dass 1558 im Südflügel des Klosters ein Spital mit Patienten aus dem Heiliggeist- und dem Skt.Nikolaus Spital belegt wurde. Vier Jahre später, 1562, richteten die Zünfte im Westflügel ein Spital für Handwerker ein.  Der Ostflügel diente 1619 - 1620 als Beginenhaus. Er wurde 1820 wegen Baufälligkeit abgerissen.

1697 änderte der Westflügel einmal mehr seine Funktion, bis 1791 diente er als Schule der Stadt. In dieser Zeit beherbergte der Südflügel die Lehrerwohnungen. Nach Umzug der Schule in ein neues Gebäude kaufte einer der Bürger die Klostergebäude. Der Konwentsaal wurde in drei Teile geteilt, Fenster wurden eingebaut und Wohnungen, sowie eine Schneiderei eingerichtet. In den 20er Jahren der Zwischenkriegszeit fanden sich in den Klostergebäuden private Wohnungen.

Den Zweiten Weltkrieg hat das Ensemble zumeist unbeschadet überstanden. Die wenigen Schäden des Jahres 1945 wurden von 1959 - 1965 wieder ausgemerzt. 1985 - 88 wurde ein Flügel restauriert. Auch das Aussengelände wurde genutzt. Heute zählt das Ensemble des ehemaligen Kloster zu den bedeutendsten Baudenkmälern Chojnas. Im Konventsaal haben sich Sterngewölbe erhalten, der klösterliche Kreuzgang lässt sich noch heute bewundern, wie auch zahlreiche Maskaronen und zwei erhaltene Säulen des Refektoriums. Der Klosterflügel wird heute als Wohnung und als Katechismussaal genutzt.

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