Die ersten Erwähnungen von Grzymiradz, das damals auf dem Gebiet der Neuen Mark lag, stammen aus dem Jahr 1333. Lange Zeit (1454–1757) war das Dorf im Besitz der wohlhabenden Adelsfamilie von der Marwitz. Im Jahr 1872 erwarb der pensionierte Rittmeister Friedrich Wilhelm August Hermann von Hertell das Anwesen. Diese Persönlichkeit ist für die Entwicklung des Anwesens insofern von Bedeutung, als er das Schloss renovierte und den Schlosspark anlegte.
Der Park wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einer Fläche von 3,5 ha angelegt. Hermann von Hertell gestaltete ihn als naturnahen Landschaftspark. Ursprünglich hatte er die Form eines Vielecks und war kompositorisch mit dem Kirchengarten und den Gärten südlich des Anwesens verbunden. Im Osten und Süden war der Park durch Baumreihen abgegrenzt, zur Straße hin durch eine Backsteinmauer. Heute sind diese Elemente nicht mehr zu erkennen – die Mauer zur Straße hin wurde abgerissen, die Kirche wurde von einer Steinmauer umgeben. Von den früheren Elementen sind nur noch Ruinen oder Fundamente zu sehen. Im östlichen Teil des Parks sind die Fundamente des ehemaligen Eishauses erhalten geblieben, und im südöstlichen Teil befindet sich der Hügel, auf dem einst das Denkmal der Familie von Hertell stand. Der Baumbestand umfasst Laub- und Nadelbäume sowie Sträucher und Kletterpflanzen. Insgesamt gibt es über 37 verschiedene Arten. Einige der hier vorkommenden Bäume sind 150 bis 200 Jahre alt.
Ein wichtiger Bestandteil des Parks sind die Ruinen des ehemaligen Schlosses. Es ist nicht genau bekannt, wann es erbaut wurde, doch bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war es eine Ruine. Hermann von Hertell versuchte, es im neoklassizistischen Stil zu restaurieren. Nach dem Krieg diente das Gebäude bis in die 1980er Jahre als Schule. Danach verfiel es ungenutzt, bis es 1996 durch einen Brand zerstört wurde; seitdem ist es nur noch eine vernachlässigte Ruine – es hat kein Dach mehr, die Decken sind eingestürzt und die Innenräume sind zerstört. Trotz der Zerstörungen lässt sich die ursprüngliche Architektur des Gebäudes rekonstruieren. Der Palast war ein zweistöckiges Gebäude mit einem gegliederten, aber symmetrischen Baukörper. An der Vorder- und der Gartenfassade befinden sich Erker. Außerdem sind Verzierungen an den Gesimsen und Giebelenden zu erkennen.
Der gesamte Park- und Schlosskomplex ist für Besucher zugänglich, allerdings können die Ruinen des Schlosses aus Sicherheitsgründen nur von außen besichtigt werden.
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