• Adresse: 74-311 Barnówko 2

Der Schlosspark in Barnówek entstand in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Park umgestaltet und um Wiesen und Fischteiche erweitert. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 44 ha, von denen 36 ha auf Fischteiche entfallen. Die ersten Fischteiche entstanden im Jahr 1871. Anschließend brachte der damalige deutsche Besitzer, Graf Max von dem Borne, im Jahr 1890 die ersten 100 Exemplare des gestreiften Flusskrebses aus dem Delaware-Fluss im US-Bundesstaat Pennsylvania in die Teiche von Barnówek ein. Diese Art war zuvor in Europa unbekannt. Kurz nach der Ansiedlung der Krebse ereignete sich ein Unfall, bei dem einer der Deiche, der die Teiche vom Fluss Myśli trennte, durchbrochen wurde. Auf diese Weise gelangten die Krebse im Laufe der Zeit in die Oder, nach Großpolen und weiter ins Einzugsgebiet der Weichsel. Von dort aus verbreiteten sich die Streifenkrebse praktisch über das gesamte Land. Neben den Flusskrebsen führte Max von dem Borne auch den kalifornischen Wels in die Teiche von Barnówek ein, einen Raubfisch, der bis zu einem Meter lang werden kann. Diese Zucht schlug jedoch nicht an, die Welse erreichten lediglich eine Länge von etwa 25 cm.

Heute kann man im Park die Ruinen der Orangerie, des ehemaligen Schlosses (das während des Krieges niederbrannte) sowie Wirtschaftsgebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigen. Die ursprüngliche Anordnung der Wege und der Parkanlagen ist leider nicht mehr erkennbar. Teilweise ist der wertvolle alte Baumbestand erhalten geblieben, darunter zwei Stieleichen namens „Guślarze“ mit einer Höhe von 22 Metern und einem Stammumfang von 5 Metern. Einer lokalen Legende zufolge soll dies der Ort gewesen sein, an dem in heidnischen Zeiten die Zukunft vorhergesagt und den Gottheiten Opfer dargebracht wurden.  Von den übrigen Bäumen sind hier Ahornbäume, Chinesische Pappel und Kanadische Fichte zu finden.

Die Parkteiche sind weiterhin zugänglich. Hier werden Fische wie Koi-Karpfen, Karauschen, Döbel, Maränen und Königskarpfen gezüchtet. Neben den Zuchtteichen gibt es hier auch Angelteiche. Der Park ist für Besucher zugänglich.

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