Der Gutshofkomplex entstand im 16. Jahrhundert an der Stelle einer mittelalterlichen Burg. In den Kellern des Gutshofs sind Überreste des mittelalterlichen Bauwerks zu sehen.Das Gebäude wurdeim 18. und 19. Jahrhundert zweimal umgebaut. Zum Gutshofkomplex gehören Junggesellenhäuser und Wachtürme sowie der Gutshofpark. Der Gründer der ersten befestigten Residenz in Strzmiele war der Kastellan von Kołobrzeg, Borko II. Während der Kreuzzüge wurde die Residenz des Kastellans zerstört. Im 15. Jahrhundert wurde eine neue Burg errichtet, die von einer Mauer, Wällen und einem Graben sowie einer Vorburg umgeben war. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der Familie von Bork. Später ging das Anwesen in den Besitz von Ernst von Edling über. Der neue Eigentümer baute die befestigte Anlage zu einem Barockschloss um. Das Schloss erhielt einen wunderschönen Innenhof, in dem einstöckige Pavillons errichtet wurden. Das Herrenhaus wurde im nördlichen Teil des Innenhofs an der Stelle der ehemaligen Burg errichtet. Ende des 18. Jahrhunderts fand ein weiterer Umbau des Herrenhauses statt, bei dem die Mauern bis auf die Kellerhöhe abgerissen wurden. Außerdem wurde ein neues Herrenhaus errichtet, dessen Silhouette an einen feudalen Sitz erinnerte. Das Herrenhaus wurde auf einem rechteckigen Grundriss errichtet. Es handelte sich um ein einstöckiges Gebäude auf einem hohen Keller und mit einem Mansarddach. Der Eingang des Herrenhauses wurde durch bossierte Lisenen und einen aufwendigen Bogen eingerahmt. Das Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erneut umgebaut. Damals wurden die Außentreppen entfernt und am Eingang eine Veranda errichtet. Die Zugänge zu den Kellern wurden zugemauert. Neue Eingänge wurden in der Fensteröffnung auf der Ostseite des früheren Eingangs angelegt. Die nördliche Gartenfassade wurde neu gemauert. Außerdem entstand ein einstöckiger Anbau mit Terrasse. Auch die Raumaufteilung im Inneren wurde verändert. Die Familie Loeper wurde die nächste Eigentümerin des Anwesens. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Herrenhaus an die Gemeindeverwaltung in Radowo Małe übergeben. Bis in die 1960er Jahre diente das Herrenhaus als Wohnhaus. In dieser Zeit verfiel es zusehends. Im Jahr 1987 wurde das Anwesen vom Staatsarchiv in Stettin übernommen. Das Gebäude wurde gründlich renoviert und saniert, was zu seiner heutigen architektonischen Gestalt führte, die an barocke Bauwerke des 18. Jahrhunderts anknüpft.  

 

Staatsarchiv in Stettin

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