• Adresse: Podwilcze 29, 78-217 Podwilcze

Das Schloss in Podwilcz stammt aus dem Jahr 1895. Es wurde vermutlich auf den Fundamenten eines bereits bestehenden Herrenhauses errichtet. Das Schloss entstand im Auftrag der Familie Podevils, die das Anwesen in Podwilcz vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts besaß. Das Schloss ist im neugotischen Stil gehalten. Das Bauvolumen des Schlosses beträgt 8.000. Das Gebäude wurde auf einem L-förmigen Grundriss errichtet, wobei die Fassade nach Osten ausgerichtet ist. Es besteht aus einem Hauptbau und einem Nordflügel. Das Schloss ist ein zweistöckiges, unterkellertes Gebäude mit einem nutzbaren Dachgeschoss. In der Vorderfassade wurde ein prächtiger Risalit geschaffen, in dem sich der Haupteingang zum Schloss befindet, über dem sich ein Balkon befindet. Das Dach des Gebäudes ist ein Satteldach, die Fenster im Erdgeschoss sind rechteckig, im Obergeschoss und im Risalit spitzbogig abgeschlossen. In der südöstlichen Ecke befindet sich ein reizvoller Turm mit einer angrenzenden einstöckigen Veranda. Der Seitenflügel des Gebäudes wurde vermutlich in den Jahren 1890–1895 errichtet. Er wurde auf einem rechteckigen Grundriss gebaut. Der Flügel wird von einem zweistöckigen Turm mit einem teilweise bewohnbaren Dachgeschoss geschmückt. Der Grundriss im Inneren des Gebäudes ist zweiflügelig mit einer Halle auf der Querachse des Gebäudes, die beide Flügel überspannt. Die Treppe befindet sich im hinteren Flügel. Im Flügel befindet sich das Treppenhaus im Turm, und die Raumaufteilung ist unregelmäßig. Die Treppe vom Hauptfoyer aus war sehr prächtig, und über ihr thronte ein großes Buntglasfenster, von dem heute nichts mehr übrig ist. Angeblich ist das Schloss durch einen unterirdischen Tunnel, durch den eine Quelle fließt, mit dem Familienfriedhof verbunden. Die Umgebung des Schlosses besteht aus einem Park mit dem Familienfriedhof sowie zwei kleinen Gebäuden – einem zweistöckigen, dem ehemaligen Pförtnerhaus, und einem einstöckigen, aus Stein erbauten Wirtschaftsgebäude, dem ehemaligen Kutschenhaus oder der Garage. Eine Zufahrt führt zum Schloss. Das Schloss ist von einer Umzäunung umgeben, die ebenfalls verfällt. Neben dem Gebäude befindet sich ein Teich, der die Fundamente des Schlosses beeinträchtigt, da er dessen Keller ständig überflutet. Ein schönes gusseisernes Tor führt auf das Schlossgelände. Nach dem Krieg wurde das Schloss von sowjetischen Truppen besetzt und geplündert. Ein ähnliches Schicksal ereilte den Friedhof in der Nähe des Schlosses. Später wurde das Schloss verstaatlicht und dort ein Kinderheim eingerichtet. Ende der 1960er Jahre wurde das Schloss von den Territorialverteidigungskräften übernommen und ab 1972 vom Kupferbergbau- und Hüttenkombinat – Bergwerke in Polkowice – verwaltet, dem es als Erholungsort für die Kinder der Mitarbeiter diente. Zu dieser Zeit wurde auch mit der Generalsanierung des Gebäudes begonnen. Leider überstieg der Umfang der Arbeiten die finanziellen Möglichkeiten des damaligen Eigentümers, weshalb das Schloss 1981 an die Gemeinde Białogard übergeben wurde. Auch diese hatte Probleme mit der Sanierung des Gebäudes und verkaufte das Schloss 1987 an eine Privatperson. Heute befindet sich das Schloss in einem ruinösen Zustand. Der derzeitige Eigentümer unternimmt nichts, um es zu sanieren und zu restaurieren. Von Jahr zu Jahr verschlechtert sich sein Zustand, es gibt erhebliche Schäden an den Fassaden, am Dach und am Risalit. Eine Besichtigung des Schlosses von innen ist nicht möglich. Der Eigentümer des Anwesens steht Menschen feindselig gegenüber, insbesondere solchen, die diesen Ort fotografieren. Von außen kann man das Bauwerk zwar bewundern, doch auch das missfällt dem Eigentümer. Am besten betrachtet man dieses architektonische Meisterwerk aus einiger Entfernung.

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