Die Villa wurde 1928 für den Fabrikanten Emil Kruger erbaut. Sie ist im Historismus-Stil mit Art-déco-Elementen gehalten, einem Stil, der zur Entstehungszeit des Gebäudes äußerst beliebt war. Die beiden Stile stehen zwar in gewissem Widerspruch zueinander, bilden jedoch gemeinsam das Bild einer symmetrischen Gebäudeform, die aus Materialien errichtet wurde, die den ärmeren Bevölkerungsschichten damals nicht zugänglich waren. Die Gestaltung der Fassade zeugt von einer Inspiration durch den Historismus. Bei der Besichtigung des Gebäudes lohnt es sich, auf die geometrische Anordnung der Fenster und Pilaster sowie auf den interessanten Portikus im Zentrum des Gebäudes zu achten. Die Villa entstand nach einem Entwurf des Stettiner Architekten Schul. Im Jahr 1939 wechselte der Eigentümer der Villa. Es wurde Gebhard Holtz. Die Villa überstand den Krieg, stand jedoch bis in die 1960er Jahre leer. Erst dann wurde darin die Allergologische Poliklinik der Woiwodschaft eingerichtet. Die Kruger-Villa ist ebenso wie die Ippen-Villa eine der jüngsten Villen, die im ehemaligen Stettiner Stadtteil Westend erbaut wurden und als Denkmal in das Verzeichnis der unbeweglichen Denkmäler eingetragen sind. Gründer der Gesellschaft, die die Grundstücke für den Bau des neuen Stadtteils erwarb, war Johannes Quistorp, der gemeinsam mit seinem Sohn sowie seinem Freund August Horn geschäftlich tätig war.
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