Das Postgebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Es handelt sich um ein zweistöckiges Mietshaus, das im Stil des Historismus erbaut wurde. Es knüpft vor allem an klassizistische Formen an, was an der Fassade erkennbar ist. Die Bauherren und Architekten des Gebäudes sind unbekannt. Von Anfang an diente das Gebäude sowohl als Dienstleistungs- als auch als Wohngebäude. In den 1970er Jahren wurde das Gebäude grundlegend renoviert. Das zweite Stockwerk des Gebäudes ist mit dem zweiten Stockwerk des benachbarten Rathausgebäudes verbunden.
Das Gebäude hat die Form eines liegenden Quaderbaus, der von einem hohen Satteldach überdacht wird. Die architektonische Komposition des Gebäudes basierte auf der axialen Anordnung der Fenster- und Türöffnungen. In der Fassade sind die Fenster in drei Abschnitte gruppiert. Im zweiten Stockwerk weisen die Giebel-Fenster architektonische Einfassungen in Form von flankierenden Pilastern auf, die durch abgeflachte Fronten miteinander verbunden sind. Die mittleren Fenster werden durch entsprechende Pilaster voneinander getrennt. Die Fensteröffnungen sind mit profilierten Gesimsen und diese verbindenden Bändern verziert. Ein für Nutzgebäude dieser Zeit typisches architektonisches Detail.
Die Innenräume des Gebäudes haben ihre historischen Merkmale nicht bewahrt und wurden für die Bedürfnisse der Post umgebaut, deren Sitz sich in dem Gebäude befindet.
PDF