Die Entstehung des Schlossparks in Jankowo geht auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Derzeit umfasst das Parkgelände 9 ha und befindet sich im westlichen Teil des Dorfes, direkt hinter den letzten Häusern.
Der Park erfüllt eine landschaftliche Funktion. Es handelt sich um einen typischen Park im englischen Stil, dessen Gestaltung sehr frei und naturnah ist. Er verfügt über keine typische Garteninfrastruktur und ähnelt in seinem Charakter und Erscheinungsbild eher einem Wald. Der Baumbestand des Parks ist gemischt, wobei Laubbäume wie Buchen und Eichen leicht überwiegen. Der Park lässt sich in zwei Teile unterteilen – einen älteren Teil, in dem das Alter der Bäume von Fachleuten auf bis zu 130 Jahre geschätzt wird, und einen jüngeren Teil mit einem durchschnittlichen Baumalter von etwa 60 bis 80 Jahren. Im Park befinden sich auch Bäume, die aufgrund ihres Alters und ihrer Größe als Denkmalbäume gelten, wie beispielsweise die Douglasie oder die Gemeine Buche.
Durch das Parkgelände verläuft der 2006 angelegte naturkundlich-historische Lehrpfad „Park Jankowo“. Es handelt sich um einen sehr einfachen Lehrpfad, der sich vor allem an Kinder und Personen richtet, die ihre Zeit aktiv verbringen möchten, jedoch keine große Erfahrung mit Wanderungen erfordert. Er ist nur 3 km lang, und die Begehung dauert nicht länger als eine Stunde. Die Tour beginnt am historischen Getreidespeicher, der direkt am Park liegt, und führt nacheinander an den interessantesten Sehenswürdigkeiten des Parks vorbei, darunter die Hauptallee des Parks, die grüne Laube, der Konwaliowa-Hügel, die Quellen sowie das Kaskadensystem der ehemaligen Forellenteiche. Ein interessanter Punkt auf der Route ist eine unglaublich schöne Linde mit einem Stammumfang von über 7,5 m. Entlang der Route befinden sich Informationstafeln sowie ein Rastplatz für Besucher.
Bei einem Spaziergang durch den Park sollte man sich den alten evangelischen Friedhof, der sich direkt an der südlichen Grenze des Parks befindet, sowie den Eibenbestand nicht entgehen lassen – dieser gilt als der schönste und imposanteste der Region (er umfasst über 70 Bäume).
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