• Adresse: Kilińszczaków 57, 78-600 Wałcz

Das Gebäude, das gemeinhin als ehemaliger Getreidespeicher bezeichnet wird, wurde im Zuge des Ausbaus der „Aten Wałeckie“, also des Jesuitenkollegs, errichtet. Nach den Plänen der Bauherren sollte es als Wohnung für den Schulhausmeister und als Stall dienen, und so wurde es auch seit seiner Errichtung, d. h. von 1860 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, genutzt. Zwar war 1874 geplant, es vollständig abzureißen und an dieser Stelle eine Aula zu errichten, doch schließlich wurde zunächst ein Wohnhaus für den Schulleiter gebaut, und erst 1882 wurde an das Hauptgebäude der Schule eine einstöckige Aula angebaut.

Das Hausmeisterhaus wurde aus Vollziegeln unter Verwendung von Kalkmörtel gemauert; für die Fundamente wurde Naturstein verwendet, der zu unregelmäßigen Blöcken bearbeitet worden war. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude leicht umgebaut – der Wohnbereich wurde vergrößert, und der im nordwestlichen Teil befindliche Stall wurde zu einem Wirtschaftsraum umgestaltet. Beide Teile unterschieden sich natürlich in ihrem Erscheinungsbild – die Decken waren unterschiedlich, ebenso wie die Fenster: Im Wirtschaftsbereich gab es kleine, abschnittsweise geschlossene Öffnungen, im Wohnbereich hingegen dreiteilige Kastenfenster mit halbrundem Sturz und strahlenförmig angeordneten Sprossen. Diese Fensterform ist erhalten geblieben. Im Dach auf der Seite der Kościuszkowców-Straße befinden sich Dachfenster in Form von Dachgauben.  Ein dekoratives Element bildeten die im Putz herausgearbeiteten, profilierten Fensterumrandungen. Um die Wende der 1960er- und 1970er-Jahre wurde eine Generalsanierung des Gebäudes durchgeführt; in späteren Jahren wurden auch kleinere Renovierungsarbeiten vorgenommen. Derzeit dient das Gebäude traditionell als Wohnraum für die Lehrkräfte der Schule. Von der Kościuszkowców-Straße trennt einen Garten das Haus, zur Kilińszczaków-Straße hin eine Backsteinmauer, ein Metallzaun und eine Rasenfläche. Vom Hauptgebäude des Gymnasiums ist das Grundstück des besprochenen Gebäudes durch einen steilen, mit einer Stützmauer befestigten Hang getrennt.

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