Die Branchenkonferenz, die am 27. Februar 2026 stattfand, bildete den Auftakt zu den III. Deutsch-Polnischen Radtourismus-Tagen (27.–28.02.2026). Das Treffen war von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Fahrradtourismus und der Fahrradkommunikation in der Region sowie für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Vertreter der Kommunal- und Landesverwaltung, Unternehmer und Nichtregierungsorganisationen trafen sich an einem Ort, um über Infrastruktur, Daten, Zertifizierung, Trends und das wirtschaftliche Potenzial des Fahrradsektors zu diskutieren.

„Es ist ein einzigartiger Ort, um über Radtourismus zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und die neuesten Trends und Lösungen kennenzulernen – sowohl für Freizeitradler als auch für diejenigen, die das Fahrrad als alltägliches Transportmittel nutzen. Das Programm umfasst 21 Stunden Vorträge und Workshops mit 60 Referenten sowie Präsentationen von 56 Ausstellern – betonte der stellvertretende Marschall Jakub Kowalik.

Vereinbarung mit der Polnischen Tourismusorganisation

 

Einer der wichtigsten Momente der Konferenz war die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen der Woiwodschaft Westpommern und der Polnischen Tourismusorganisation. Das Dokument betrifft die Übermittlung eines Antragsformulars für eine landesweite Datenbank mit Fahrradrouten durch die POT.

 

Dies ist ein Schritt von großer systemischer Bedeutung, der die Standardisierung von Daten, ihre bessere Integration und eine effektivere Verwaltung von Informationen über Fahrradrouten in Polen ermöglicht. Im Namen der Woiwodschaft Westpommern unterzeichneten die stellvertretende Marschallin Anna Bańkowska und der stellvertretende Marschall Jakub Kowalik die Vereinbarung, auf Seiten der POT die Vizepräsidentin Malgorzata Wilk-Grzywna.

Infrastruktur, Daten und europäische Standards

 

Das Konferenzprogramm war in drei Themenblöcke unterteilt: Entwicklungsstrategie, Daten und Analysen sowie Inspirationen und Trends.

 

Im Teil, der der Entwicklung der Routen gewidmet war, wurden der aktuelle Stand des Ausbaus des Radwegenetzes in Westpommern und die Pläne für Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch dem europäischen Radwegenetz EuroVelo gewidmet, darunter den Routen EuroVelo 10 und EuroVelo 13.

 

Es fehlte auch nicht an Themen wie Qualitätszertifizierung, Schaffung von Synergien rund um Radwege, Aktivierung junger Menschen oder Entwicklung thematischer Tourismusprodukte auf der Grundlage des kulturellen und industriellen Erbes.

 

Die Konferenz bestätigte, dass der Fahrradtourismus nicht nur Freizeitbeschäftigung ist, sondern ein vollwertiger Wirtschaftszweig, der Einfluss auf die Entwicklung der Regionen, den Arbeitsmarkt, die Beherbergungs- und Gastronomiebranche sowie den nachhaltigen Verkehr hat.

Konferenzprogramm – Präsentationen und Referenten

 

Eröffnungssitzung und Entwicklungsstrategie:

 

    Aufbau eines Radwegenetzes in Westpommern – aktueller Stand der Arbeiten – Jakub Kowalik, Vizemarschall der Woiwodschaft Westpommern

 

    Pläne zur Entwicklung von Radwegen in Mecklenburg-Vorpommern – René Müller (Referat für Straßenbau und Radverkehr des Landes Mecklenburg-Vorpommern)

 

    Das EuroVelo-Radwegenetz – Herausforderungen und Perspektiven – Małgorzata Wilk-Grzywna (Vizepräsidentin der Polnischen Tourismusorganisation), Sylwia Skuta (Polnische Tourismusorganisation)

 

    Substrategie für den Radtourismus in Polen – Miłosz Tatara (Polnischer Radsportverband)

Debatte: Das Potenzial des Fahrradtourismus im Grenzgebiet – Wanda Nowotarska, Beauftragte des Marschalls für Fahrradverkehr, Joanna Fajfer-Slosarek, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Olivier Schneider, Französische Stiftung für Innovation in der aktiven Mobilität (FIMA), Sylwia Skuta Polnische Tourismusorganisation, Tino Freißler Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Anna Gardzińska Direktorin des ZROT-Büros; Moderator: Tadeusz Mirski

 

Block: Daten und Analysen

 

    Fakten und Daten zum Fahrradtourismus in den Studien des ADFC – Tino Freißler Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC)

 

Nationale Plattform mit Daten zum Fahrradverkehr am Beispiel Frankreichs – Olivier Schneider Französische Stiftung für Innovation in der aktiven Mobilität (FIMA)

 

    Zahlen, die den Wandel vorantreiben: Wie Daten von Fahrradzählern die Fahrradpolitik in Westpommern prägen – Marcin Wójciak (Büro für Fahrradverkehr WIiT)

 

    EuroVelo-Barometer: EuroVelo 10 – Olivier Fleurier, Jan Fischer (Eco-Counter)

 

Block: Inspirationen und Trends

 

    Synergieeffekte rund um Radwege schaffen – Marta Kamińska (Dolnośląska Kraina Rowerowa)

 

    Wie man junge Menschen für den Radtourismus begeistern kann – Michael Maier (ADFC)

 

    Making of: Kooperative Gestaltung thematischer Radwege. Beispiel der Radwege der Berliner Industriekultur – Antje Boshold (Berliner Zentrum Industriekultur)

 

Auf den Spuren der ehemaligen Schmalspurbahn – Teresa Furman (Verein Semafor)

 

    Europäischer Zertifizierungsstandard: Ergebnisse der Qualitätsprüfung der EuroVelo 10-Route – Wojciech Grela (Büro für Fahrradverkehr WIiT)

 

    PZU-Fahrradpolen – Agnieszka Żebrowska (PZU)

 

Workshops zur Auswahl:

 

    Bewährte Praktiken im Fahrradtourismus – Schaffung eines attraktiven Produkts für Radfahrer

    Szymon Nitka (ZnajKraj)

 

    Vom Zähler zur Entscheidung: Wie man ein System zur Messung des Fahrradverkehrs entwirft

Olivier Fleurier, Jan Fischer (Eco-Counter)

 

Messung des Fahrradverkehrs: nicht nur Zähler. Welche Daten sollten gesammelt werden und zu welchem Zweck?

Olivier Schneider (Französische Stiftung für Innovation in der aktiven Mobilität – FIMA)

 

Zu den meisten Vorträgen stehen Präsentationen zum Download bereit – den Link finden Sie hier: Präsentationen der Konferenz zum Download.

 

Außerdem gibt es einen Videobericht über die Konferenz – den Link finden Sie hier: Videoaufzeichnung der Konferenz.

 

 

 

Ehrenpatron der Veranstaltung ist die Polnische Tourismusorganisation. 

 

Die Medienpatenschaft für die Veranstaltung hat das Magazin National Geographic Traveler übernommen.

 

Partner der Veranstaltung ist die Westpommersche Regionale Tourismusorganisation. 

 

Die Veranstaltung wird aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert: aus dem Projekt „Radroute um den Stettiner Haff” im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen 2021-2027.

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