• Distanz: 66.0 km
  • Die Summe der Ansätze: 449 m
  • Die Summe der Abfahrten: 338 m

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Etappe II: Białogard – Złocieniec [66 km] 

Białogard verdient Beachtung nicht nur deshalb, weil Aleksander Kwaśniewski hier geboren wurde. Der ehemalige Präsident hat bislang noch kein Denkmal erhalten, wohl aber Czesław Niemen, der hier kurz nach seiner Umsiedlung aus dem Gebiet des heutigen Weißrusslands im Jahr 1958 lebte. Die Familie Wydrzycki entschied sich erst zur Rückführung, als die Gefahr bestand, dass Czesław zur sowjetischen Armee eingezogen würde. Hier lebten viele Jahre lang seine Schwester und seine Eltern. Das Denkmal steht vor dem Gebäude des ehemaligen Rathauses aus dem Jahr 1827. Interessanterweise steht der alte Sitz der Stadtverwaltung nicht in der Mitte des Marktplatzes, sondern bescheiden an einer Ecke und hebt sich durch einen hölzernen Uhrturm von den benachbarten Häusern ab. Kein Wunder – das Gebäude war in den ersten 20 Jahren eben ein gewöhnliches Kaufmannshaus. Auf dem Marktplatz sind auch die Ruinen des früheren Rathauses zu sehen. 

Ein Überbleibsel der Stadtmauer ist vor allem das Hohe Tor aus dem 14. Jahrhundert, auch Połczyński-Tor genannt. In der Mauer des Bauwerks findet man einen Metallsteigbügel. Er steht in Verbindung mit dem legendären „Krieg um die Kuh“. Worum geht es dabei? Lassen wir jedem Radfahrer die Möglichkeit, diese faszinierende Geschichte selbst zu entdecken.

Wenn man von Białogard aus unterwegs ist, lohnt es sich, ein paar Kilometer Umweg zu fahren, um das in den Wäldern versteckte Museum des Kalten Krieges in Podborsko zu besuchen. Unterwegs kommen wir an zwei einst wunderschönen Schlössern vorbei – einem vernachlässigten in Żyletków und einem verfallenen in Dobrowo. Das Ziel unseres Abstechers ist ein Bauwerk, das mit den berühmten Bunkern in der Nähe von Borne Sulinowo identisch ist, in denen während des Kalten Krieges Atomsprengköpfe gelagert wurden. In Polen gab es insgesamt drei solcher Anlagen, die mit den Nummern 3001, 3002 und 3003 gekennzeichnet waren. Nur der Bunker in Podborsko ist in gutem Zustand erhalten geblieben. Er ist derzeit für Besucher geöffnet (von Mai bis Oktober) und hinterlässt einen tiefen Eindruck. Neben der Vorstellung, wie das hier gelagerte Arsenal des Todes aussah, können wir die Pläne für NATO-Atomangriffe auf Polen oder die Geschichte eines unbekannten Helden kennenlernen, der die Welt vor der nuklearen Vernichtung rettete. Eine ideale Ergänzung der Tour ist ein Besuch in Kłomin bei Borne Sulinowo, das unweit der Radroute „Trasa Pojezierzy Zachodnich“ liegt. Die dortigen Bunker sind jedoch in schlechtem Zustand und sollten nicht auf eigene Faust betreten werden!

Die Route besteht aus zwei Etappen ähnlicher Länge, aber unterschiedlicher Qualität: Von Białogard aus fahren wir auf einer wenig befahrenen Kreisstraße durch eine reizvolle, hügelige Landschaft, vorbei an alten Kirchen und Schlössern. In Rąbin kann man einen Abstecher zum Schloss aus dem frühen 20. Jahrhundert machen, und in Lipie zur mittelalterlichen Kirche aus dem Jahr 1462. Der zweite Teil der Route beginnt nach dem Überqueren der Woiwodschaftsstraße Nr. 152, vor Połczyn-Zdrój. Hier biegen wir auf einen brandneuen Radweg ein, der auf der ehemaligen Bahnstrecke von Świdwin verläuft. Vor der Einfahrt in die Stadt biegt die Route nach rechts ab, um uns auf den alten Gleisen direkt nach Złocieniec zu führen. Es lohnt sich jedoch, in die Stadt zu fahren, um die „Magische Straße der Regenschirme“ zu erkunden, die über der Fußgängerzone hängen, oder die Reize des Kurortes zu genießen und im Kurpark zu entspannen. Wären wir nicht „am Steuer“, könnten wir die Produkte der lokalen Brauerei probieren, die ihren einzigartigen Geschmack dem hiesigen Mineralwasser verdankt. Die Brauerei war an das örtliche Wasserversorgungsnetz angeschlossen, was vielleicht zur Entstehung einer sympathischen Stadtlegende beigetragen hat. Angeblich floss dank der Großzügigkeit des Besitzers zu besonderen Anlässen Bier statt Wasser aus den Wasserhähnen. Wir haben dafür zwar keine Beweise, aber es schadet ja nicht, das einmal zu überprüfen.

Von Połczyn führt uns der Weg über einen Bahndamm durch den Drawski-Landschaftspark. Dies ist eine der ersten Routen dieser Art in Polen – kein Wunder, denn sie ist wirklich bezaubernd. Ehemalige Bahnhöfe sind eine Augenweide, auch wenn sie nicht renoviert sind. Oft gibt es dort ausgewiesene Rastplätze. Auch hinter Cieszyn begegnen wir den Geistern der Vergangenheit – direkt an der Strecke sind die Überreste der nie fertiggestellten „Berlinka“ zu sehen – einer nationalsozialistischen Autobahn, die Berlin mit Königsberg verbinden sollte.

Wer mehr Zeit in der Umgebung von Połczyn verbringen kann, sollte unbedingt die „Schweiz von Połczyn“ besuchen, die einige der malerischsten Landschaften in der gesamten Woiwodschaft Westpommern bietet. Hier befindet sich eine der höchsten Erhebungen Westpommerns – der Wola Góra (219,2 m ü.d.M.), auf dessen Gipfel ein Feuerwachtturm errichtet wurde. Hier entspringt auch der Fluss Drawa. Rund um das Tal der fünf Seen verläuft die MTB-Strecke „Połczyńska Garda“, die eine interessante, wenn auch anspruchsvolle Abwechslung zum Radfahren mit Gepäcktaschen bieten kann. Man kann sie auch zu Fuß zurücklegen und sich dabei wie auf einer Bergwanderung fühlen.

Verkehrsanbindung: Bahnhöfe befinden sich inBiałogard (auf der Strecke Stettin – Koszalin sowie Kolobrzeg – Stettin – Posen), in Rąbin (auf der Strecke Stettin – Koszalin) und in Złocieniec (auf der Strecke Stettin – Stettin).  Die Verbindungen werden von POLREGIO und Intercity (nur Białogard) bedient. Man kann auch die Zubringerverbindung in Richtung Świdwin nutzen, wo POLREGIO- und Intercity-Züge halten; die Strecke ist hier beschrieben:Złocieniec-Świdwin

Den Fahrplan finden Sie auf der Websitehttps://portalpasazera.pl

Straßenbelag: Asphalt 98 %, Pflastersteine 2 %.

Verkehrsart: Radwege 54 %, allgemeiner Verkehr 46 %.

Distanz (km) Höhe über dem Meeresspiegel

Orte auf der Strecke

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Rynek Białogardzie

Białogard
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Platany klonolistne

Białogard
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Grupa drzew

Gruszewo
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Daglezja

Gruszewo
MPR Ikona

Restaurant Palupe

Połczyn-Zdrój
MPR Ikona

"Hopferówka"

Połczyn-Zdrój
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Park dworski

Dobino
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Dwór w Gawrońcu

Gawroniec
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Wassermühle

Głęboczek
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Das Rathaus

Złocieniec
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